Veranstaltungen
 
 
<< < MAI 2013 > >>
 
M D M D F S S
 
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

  

 

TKI

 

TKI open

 

TKI-Mitglied

  

UnterstützerInnen-Mails an LR Palfrader

MMag. Esther Strauß
Mag. Günther Moschig
Ing. Mag. Andreas Dworschak
Reni Hofmüller
Mag. Gabi Wild
Mag. Christine Schörkhuber
Mag. Veronika Falbesoner
Markus Scherb
Mag. Christine S. Prantauer
Mag.art Walter Resch
Bernhard Kathan
Pia Palme, Kulturschaffende Wien
Charly Walter
Mag. Anna Bertsch
Mag. Thomas Kreiseder
Nathalie Pelet
Helena Manhartsberger
Hubert Weiler-Auer, Historiker und Obmann der TAK
Mag. Mona Schwitzer, Dramaturgin und Drehbuchautorin
Mag. Anna Walch 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

von MMag. Esther Strauß:

 

Sehr geehrte Beate Palfrader,

Als freischaffende Tiroler Künstlerin möchte ich meine Besorgnis zu Ihrem Eingreifen in die Vergabe der TKI Fördergelder zum Ausdruck bringen.

Ich bin seit mehreren Jahren als Künstlerin und Kulturarbeiterin in Linz und Wien tätig, wo ich häufig mit der Vorstellung konfrontiert bin, Tirol sei kulturpolitisch erz-konservativer Boden. Nachdem ich die Anstrengungen und die Kreativität vieler freischaffender zeitgenössischer Künstler_Innen, Kulturarbeiter_Innen und Kulturinitiativen in Tirol kenne und schätze, habe ich diese Eindrücke stets revidiert und um mein eigenes positives Bild von meiner Heimat zu ergänzen versucht.
Ihre Entscheidung legt nun aber das Gegenteil nahe. Ein Eingreifen in die Vergabe der TKI Fördervergabe ist kultur- und demokratiepolitisch bedenklich und ein großer Rückschritt für das Land Tirol. Die Freiheit der Kunst muss gewahrt bleiben. Deshalb schließe ich mich den Protesten gegen diesen Eingriff an und möchte Sie dazu einladen, Ihre Entscheidung zu revidieren.

Ebenso gerne wie ich Tirolerin bin, bin ich Künstlerin. Ich würde mir wünschen, dass ich auf den vielen Vernissagen, Vorlesungen und Festivals, die ich besuche, von einem Tirol erzählen kann, das die Freiheit der Kunst wahrt und unterstützt.

Mit herzlichen Grüßen
MMag. Esther Strauß
www.estherstrauss.info
 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 

von Mag. Günther Moschig:


Sehr geehrte Frau Landesrätin,
liebe Beate


Ich bin seit Jänner 2011 Mitglied im Beirat der Abteilung V/7- Regionale Kulturinitiativen, interkulturelle, interdisziplinäre und soziokulturelle Projekte im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, wo ich mich bemühe die Interessen der Tiroler Kulturinitiativen zu vertreten und mit denen des Bundes in Einklang zu bringen. Alle Beiräte machen dies in ihrem besten Wissen und Gewissen. Ich war auch vor einigen Jahren für die TKI open Jurymitglied und habe dabei erfahren wie konzentriert man in einer öffentlichen Jurysitzung argumentieren muss. Das kann man nur aus einer fachlichen Kompetenz heraus. Nun entnehme ich erstaunt der Tagespresse, dass zwei jurierte Projekte aus TKI open 2012 vom Land die Förderung verweigert wurde und kann es eigentlich nicht glauben. Zum einen wird hier die Kompetenz der Fachjury in Frage gestellt, zum anderen, so habe ich den Eindruck, will man seitens des Landes bestimmte Themen nicht diskutieren lassen und da will ich gar nicht das große Wort von der Freiheit der Kunst bemühen - eine Demokratie sollte auch die nunmehr umstrittenen Themen aushalten. Vor was fürchtet man sich, wenn, ein im übrigen weitum anerkannter, Künstler sich die Frage um den Zustand der Demokratie stellt, oder sich ein Projekt mit dem Umgang der Tiroler mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt?

Ich ersuche dich, doch noch einmal diese Entscheidung zu überdenken, mit den Beteiligten zu diskutieren und alle vorgeschlagenen Projekte von TKI open seitens des Landes zu fördern.


mit freundlichen Grüssen

Mag. Günther Moschig
Kunsthistoriker & Ausstellungskurator

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

von Ing. Mag. Andreas Dworschak:


Sehr geehrte Frau Kulturlandesrätin Dr. Palfrader,


was muss ich hier lesen?

Das ist ja eine unglaubliche Peinlichkeit für Tirol, die Sie hier verantworten. Und wie Sie und Ihre Partei damit öffentlich Ihr "Demokratieverständnis" veranschaulichen. Bedauerlich, dass Sie Tirol als engstirnige, reaktionäre und ganz und gar nicht weltoffene Insel präsentieren. Dabei wären gerade solche Kunstprojekte geeignet, gegenteilige Botschaften auszusenden.

Vieleicht erkennen Sie ja noch, dass der Tellerrand viel weiter draussen ist, als Sie und ein paar Ihrer Parteifreunde glauben. Ich würde mir das wünschen.


Mit besten Grüßen,
Ing. Mag. Andreas Dworschak

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

von Reni Hofmüller:

 

Sehr geehrte Frau Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader!

 

Ich bin Künstlerin, leite den Medienkunstverein ESC in Graz seit 1993,
bin in den diversesten Kunstinitiativen tätig und werde als Künstlerin
auch häufig zu internationalen Kooperationen eingeladen, wie gerade im
vergangenen Winter nach Barcelona ins Arts Santa Monica.
Aufgrund dieser breitgefächerten Erfahrung wurde ich vor einigen
Jahren eingeladen, Teil der TIK-Jury zu sein, was ich (auch als
Ex-Innsbruckerin) sehr gerne getan habe.


Das Team der TIK gehört zu den spannendsten und interessantesten
Arbeitsgruppen, die ich in diesem Feld in Österreich kenne.
In einem Bundesland zeitgenössische Kunst zu unterstützen, das sich
über Tourismus definiert, ist als solches schon eine enorme Herausforderung und Leistung.


Wenn sich das politische Selbstverständnis der Kulturpolitik auf Kontrolle von (ev. unliebsamen) Inhalten beschränkt, anstatt die demokratiepolitische Entscheidung zu treffen, eine Kultur der Differenz zu leben, missverstehen Sie IhreFunktion.

Ihre Aufgabe ist es nicht, einzelne Kunstwerke zu bewerten, sondern
den Wert der Kunst für unsere Gesellschaft allgemein zu begreifen und
dieses Verständnis in die Öffentlichkeit zu tragen.

 

Daher möchte ich Sie dazu auffordern, Ihre Entscheidung über die
Nicht-Förderung der beiden Projekte zurückzunehmen.

 

mit höflichen Grüßen
Reni Hofmüller

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

von Mag. Gabriele Wild:

 

Sehr geehrte Frau Landesrätin Dr. Beate Palfrader,
 

Als Bürgerin, der eine lebendige, kontroverse und über Grenzen hinaus denkende Kulturszene in Tirol wichtig ist und die daher nicht akzeptieren will, dass die TKI-open Projekte "Alpenländische Studien" und "Wahlen sind Betrug" von Ihnen und Ihrer Abteilung mit derart fragwürdigen Begründungen abgelehnt wurden, unterstütze ich den Protest der TKI und schließe mich ihren Forderungen an:

Zurücknahme der Förderablehnung durch die Kulturlandesrätin und die Kulturabteilung des Landes!

Schluss mit parteipolitischer Einflussnahme auf künstlerische / kulturelle Inhalte!

Radikale Transparenz in der Fördervergabe!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Mag. Gabriele Wild

-------------------------

Sehr geehrte Frau Landesrätin + Büro,

Zur folgenden, von Ihnen formulierten, Aussage zum Kunstprojekt "Wahlen sind Betrug" noch ein Absatz:

"Zudem wird es nicht als Aufgabe der Kulturförderung gesehen, die Verbreitung einer Aussage, die in Wahlen als wesentlichem Element der Demokratie einen Betrug sieht, mittels einer Plakataktion zu fördern."

Ich denke Sie zweifeln hier an der Intelligenz der Bürgerinnen und Bürger, sprich der Wählerinnen und Wähler, wenn Sie glauben, dass diese Aktion von den Bürgerinnen und Bürger nicht kritisch reflektiert werden würde. Diese Palaktatkion ist, so sehe ich das, als Denkanstoß gedacht. Niemand wird diese Aussage unkritisch aufnehmen. Ganz im Gegenteil, durch diese Aktion könnte die Demokratie sogar noch gefördert werden, indem die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert werden würden, über diese Aussage nachzudenken und sich zu überlegen, was in Zukunft in unserer Demokratie verbessert werden könnte. Und leider gab es auch in Österreich Beispiele, wo man von einer betrügerischen Wahl sprechen kann: 2010 gab es bei der Wiener Wahl noch die Möglichkeit per Briefwahl erst im Nachhinein, also nach dem Urnengang zu wählen...


Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Mag. Gabriele Wild

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

von Christine Schörkhuber:

 

Sehr geehrte Frau Palfrader!


Mit Schrecken habe ich gelesen, das 2 von der Jury ausgwählte Projekte des TKI Open von ihnen heuer abgelehnt wurden.
Die Begründungen sind ebenso erschreckend.
Wäre die nationalsozialistische Geschichte genügend aufgearbeitet worden, dann gäbe es erst recht keinen Grund, ein solches Projekt abzulehnen.
Man muss ausserdem feststellen, dass die Ablehnung des anderen Projektes mit der inhaltlich angeblich falsche Aussage ("wahlen sind Betrug") eben diese Aussage leider verifiziert.
Wie sonst kann es sein, das die Entscheidung einer Einzelperson über einer Fachjury steht?

Mir zeigt diese Reaktion, das Feuer am Dach ist und es offenbar einen hohen Grad an Verunsicherung innerhalb der momentanen Landesregierung gibt!

mit besten Grüßen


Christine Schörkhuber
www.chschoe.net

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 

Sg. Frau Landesrätin!

 

Es gibt offenbar keinen Grund die ausgewählten Projekte abzulehnen.Ich möchte die Forderungen der TKI unterstützen und sie bitten diese Förderablehnungen zurückzunehmen.

 


Mit freundlichen Grüßen
Mag. Veronika Falbesoner

 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

von Markus Scherb:

 

Sehr geehrte Frau LR Palfrader.

 
Meinem Verständnis von Demokratie nach ist die akute Entscheidung einer 5-köpfigen, unabhängigen Jury höherwertig als ein Kriterienkatalog.

Diese Jury ist erstens mal vom Fach, zweitens mit dem Geist der Zeit vertraut und außerdem alleine durch ihre Mitgliederanzahl und eben ihrer Unabhängigkeit an sich schon demokratisch. Ein Kriterienkatalog hingegen war weder dabei, noch ist er ebenso aktuell, noch hat er irgendjemanden mit dem er abstimmen könnte. Sie und ihr Komitee hingegen können das schon, nur können sie dabei nicht einfach nur den Kriterienkatalog als Begründung an sich hernehmen.
Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass Ihnen gerade in Ihrer Position klar ist, dass Kunst nur ihren Zweck erfüllt solange sie frei ist und dass auf Grund unseres Grundgesetzes die Kunst auch durch die Meinungsfreiheit gefördert wird.
Desweiteren hagelt es im Internet nur so von undurchsichtigen Angriffen die durch die Fragwürdigkeit der Zustellung der Beschlüße nur unnötig erhöht werden.

 
Daher bitte ich Sie hiermit

1. künftige Entscheidungen samt Begründung auf dem Postwege zu erlassen,
2. für Ihre jetzigen Entscheidungen eine allgemein nachvollziehbare Begründung zu veröffentlichen oder ihre Entscheidung zu revidieren.


Hochachtungsvoll
Markus Scherb
 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

von Christine S. Prantauer:

 

Die Zensur der Projekte ALPENLÄNDISCHE STUDIE von Tal Adler sowie WAHLEN SIND BETRUG von Oliver Ressler durch die Tiroler Landesregierung ist untragbar.

Ich unterstütze die Forderungen der TKI :


Zurücknahme der Förderablehnung durch die Kulturlandesrätin und die Kulturabteilung des Landes!
Schluss mit parteipolitischer Einflussnahme auf künstlerische / kulturelle Inhalte!
Radikale Transparenz in der Fördervergabe!

Christine S. Prantauer

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

  

von Mag.art.Walter Resch:

 

Sehr geehrte Frau Landesrätin!

Als TIROLER BILDENDER KÜNSTLER ohne Parteizugehörigkeit und ohne Inanspruchnahme öffentlicher Fördergelder (darauf lege ich besonderen Wert) bin ich empört über die Entscheidung, zwei Kulturschaffenden die Auswahl durch eine Fachjury abzuerkennen! Sie disqualifizieren sich selbst damit in höchstem Maße! Wer eine "saubere Weste" hat, an dem prallt jede unberechtigte Kritik wirkungslos ab! Die anderen haben Kritik zu fürchten, zu zensurieren, zu eliminieren! Zu welcher Gruppe gehören sie?

MbG, Mag.art.Walter Resch, LB an der UNI-IBK

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 von Bernhard Kathan:

 

Sehr geehrte Frau Landesrätin Dr. Palfrader,

ich empfinde die Ablehnung der „TKI open“-Projekte „Alpenländische Landschaften“ von ritesinstitute und „Wahlen sind Betrug“ von Oliver Ressler durch das Land Tirol höchst bedenklich. Statt einer mutigen Kulturpolitik, die dieses Land zutiefst nötig hätte, die Missachtung einer Jury-Entscheidung. In der Hoffnung einer Zurücknahme dieser Entscheidung grüßt Sie

Bernhard Kathan


PS.: Unabhängig von dieser Geschichte hätte ich gerne die "Qualitätskriterien des Landes" in schriftlicher Form. Vielleicht sollte man diese einmal in einer Jury-Sitzung behandeln.

www.hiddenmuseum.net

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 

von Pia Palme:

 

Sehr geehrte Frau Landesrätin,
 

als Kulturschaffende, die auch öfter in Tirol tätig ist und dieses Bundesland sehr schätzt, bin ich empört über die Tatsache, dass über die Entscheidung der Jury hinweggegangen wird. Es ist wichtig, dass auch Projekte, die kritisch sind, stattfinden können.

Wozu ist eine Jury da? Wozu wird eine Förderschiene aufgezogen, und dann mißachtet?

Rein Rechtlich mögen Sie "Recht" haben, aber mit dieser Begründung nicht. Wenn Sie wenigstens dazu stehen würden, zu sagen, dass Sie diese Projekte nicht wollen!


Mit freundlichen Grüßen,
Pia Palme

Kulturschaffende, Wien

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

von Charly Walter:

 

ehrlich gesagt hat mich schon immer gewundert dass sich tki auf so einen modus einlässt,
mit wenig geld wird ein wettbewerb und eine jury gemacht,die am ende nur vorschlagen darf,
das ist leider immer noch typisch österreichisch,
es ist eine anmassung und eine frechheit unserer politikerinnen ihre kurzzeitige macht so schamlos auszunützen


charly walter
+43 664 5342 343
www.styleconception.com

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 von Mag. Anna Bertsch:

 

Sehr geehrte Frau Landesrätin Dr. Palfrader,
 

die Zeit des Nationalsozialismus hat in die Herzen der Menschen einen Graben gerissen. Viele wurden körperlich und seelisch verletzt. Familien, Dorfgemeinschaften und soziale Beziehungen wurden durch Angst, Denunzierung und Mord als Auswirkungen des Hitlerregimes auseinander gerissen. Dieses Thema wird in Österreich immer noch ignoriert und führt zu einer Kultur, in der rechtsgerichtete menschenverletzende Aussagen und Parolen bagatellisiert werden.
 

Aus diesem Grunde finde ich es extrem wichtig, dass wir als Österreicher
beginnen, uns mit dieser "dunklen" Vergangenheit auseinanderzusetzten. Dunkel" – da wir nichts darüber wissen. In unseren Dörfern wurden Nachbarn verjagt, Großmüttern der Mund zugehalten, haben Streits in Denunzierung geendet - durch eine Verweigerung der Auseinandersetzung verweigern wir auch diesen Geschichten Heilung und verhindern die Entwicklung einer objektive Haltung gegenüber rassistisch motivierten Inhalten.
 

Ich bitte Sie, Ihre Haltung gegenüber der Entscheidung der Förderjury des
TKI open_12 zu ändern. Ich bin der Meinung, dass Ihr Eingreifen in den Förderprozess ungerechtfertigt und undemokratisch ist. Sie sind nicht die einzige Politikerin die so handelt und das TKI open_12 ist nicht die erste Institution, in welcher Fachentscheidungen überstimmt werden. Das empfinde ich als groben Fehler im politischen Alltag. "Wahlen sind Betrug" ist diesbezüglich auch ein bezeichnendes Projekt mit äußerst treffendem Titel und Aktualität. Dieses Projekt hat vor allem dann seine Berechtigung, wenn über Fachentscheidungen, von genauso gewählten Personen wie Politiker es sind, hinweg gesehen wird.
 

Wenn Politik Entscheidungen unpolitischer Handlungsakteure nicht ihren Platz gibt, ist das Miteinander im Ungleichgewicht. Wie heißt es so schön: „"Volksnähe" - Unser Miteinander besteht nicht aus den Meinungen verschiedener Agenden“. Ich glaube, dass eine Überregulierung Österreich, Europa sowie der menschlichen Gesellschaft schadet. Und dass Politik an sich dazu da ist, Weichen zu stellen und Dinge in Bewegung zu versetzen. Politik und rechtliche Positionen, die sich daraus ergeben, sollen nicht als Instrumente dazu dienen, mit Bedacht getätigte Entscheidungen außer Kraft zu setzen.
 

Für eine gerechte Welt

Mag. Anna Bertsch
www.annabertsch.net
 

Antwort auf die Antwort:
 

Sehr geehrte Frau Landesrätin,

ich gestehe, dass ich diesbezüglich nicht auf dem aktuellen Stand bin, darum würde ich Sie bitten, mich auf die Projekte, die sich mit dem Nationalsozialismus,
speziell in Tirol, auseinandersetzen hinzuweisen. Ich finde vor allem künstlerische Interventionen wichtig, da diese den Menschen einen abstrakten Zugang ermöglichen, der ihnen bei einer direkten
Auseinandersetzung eventuell gar nicht möglich ist.


Herzlichen Dank,
Mag. Anna Bertsch
 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

von Thomas Kreiseder:


Sehr geehrte Frau Landesrätin,
 

via einer aktuellen Nachricht der IG-Kultur habe ich von der Förderabsage von zwei künstlerischen Projekten in Tirol erfahren. Nachdem die Projekte bereits von einer Expertenjury im Rahmen des TKI open ausgewählt wurden, stellt sich natürlich die Frage nach dem Grund der Absage seitens des Landes.
 

In der angesprochenen Nachricht seitens IG-Kultur wird als Begründung angegeben, dass die Projekte laut Auskunft von Kulturlandesrätin Palfrader nicht den "Qualitätskriterien des Landes" entsprächen. Um also die beiden Absagen nachvollziehen zu können, interessiert mich, wie diese Kritierien aussehen.
 

Die momentane Optik ist, als handle es sich um einen Eingriff in die künstlerische und Meinungsfreiheit.
 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie diesen Eindruck aufrecht erhalten wollen und bitte um Aufklärung der Sachlage.
 

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Kreiseder

--
Mag. Thomas Kreiseder
PR, Moderation und Projektmanagement
Huemerstraße 12b, 4020 Linz / 0043(0)676-7108192
office@thomaskreiseder.com / www.thomaskreiseder.com

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

von Nathalie Pelet:

 

Guten Tag, ich habe gelesen dass zwei schon von der TKI ausgewählte Projekte von der Landesrätin zensuriert wurden. Mit der Begründung, dass sie den "Qualitätskriterien des Landes“ nicht entsprechen. Ich finde das sollte noch einmal diskutiert werden, und bin für eine Bewilligung der Projekte. Die zwei angesprochenen Kunstprojekte widersprechen meines wissens in keiner Weise gesetzlichen Richtlinien. Ihre Ablehnung ist nicht akzeptabel und ein Angriff auf die Meinungsfreiheit.

mit freundlichen Grüßen
Nathalie Pelet

--
Nathalie Pelet
Tel: +43 699 18 177 004
nathaliepelet@culturebase.org
http://nathaliepelet.wordpress.com

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 von Helena Manhartsberger:

 

Guten Tag,

Ich habe gelesen dass zwei schon von der TKI ausgewählte Projekte von der Landesrätin zensuriert wurden. Mit der Begründung, dass sie den "Qualitätskriterien des Landes“ nicht entsprechen. Ich finde das sollte noch einmal diskutiert werden, und bin für eine Bewilligung der Projekte. Die zwei angesprochenen Kunstprojekte widersprechen meines wissens in keiner Weise gesetzlichen Richtlinien. Ihre Ablehnung ist nicht akzeptabel und ein Angriff auf die Meinungsfreiheit.
 

mit freundlichen Grüßen
Helena Manhartsberger

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 von Hubert Weiler-Auer:

 

Sehr geehrte Fr. Landesrätin!


Die Entscheidung, 2 Projekte aus dem TKI Projekt nicht fördern zu wollen, hat mich schwer enttäuscht.
Sie sind wichtigster Garant dafür, dass die kleine Pflanze "zeitgenössische Kultur" hierzulande im ständigen Überlebenskampf auf kargstem Boden zwischen Sportevents und Tourismusströmen überleben kann. Und nehmen Sie Abstand davon, dass Sie mit Ihrer Entscheidung bewährte Einrichtungen (Jury-System) aushebeln und sich selbst und der gesamten Kulturabteilung eine zensurierende Kulturkompetenz zusprechen. Bleiben Sie im 21. Jahrhundert und äußern Sie sich als erste kritisch zu den Projekten, womit Sie die öffentliche Diskussion eröffnen. Aber bleiben Sie am gewährten Weg.
Zeigen Sie Größe und holen Sie sich Ihre Achtung wieder zurück, indem Sie diese weitreichende und dem Kulturverständis unseres Landes schweren Schaden zufügende Entscheidung revidieren.


Hubert Weiler-Auer,
Historiker und Obmann der TAK


TAK - Tiroler Autorinnen und Autoren Kooperative
Obmann: Dr. Hubert Weiler-Auer
6020 Innsbruck, Tschamlerstr. 3/1
Tel.: 0043-(0)676-6054005
www.tak.co.at, office(at)tak.co.at

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

  

von Mag. Mona Schwitzer:


Sehr geehrte Frau Landesrätin Palfrader,

mit Schrecken habe ich von Ihrer Entscheidung gelesen, den Förderungsempfehlungen der Fachjury des TKI open 12 zu "Kein Thema" nicht zu folgen und sich darüber hinwegzusetzen. Die Projekte "Alpenländische Studien" und "Wahlen sind Betrug" gewinnen dadurch meiner Meinung nach noch mehr an Bedeutung. Denn ein künstlerisches Projekt abzulehnen, da es aus politischer/persönlicher Sicht "inhaltlich falsch" sei, zeigt die Brisanz des künstlerischen Ansatzes. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie die künstlerische Aufarbeitung österreichischer NS-Geschichte von politischer Seite verweigert werden kann. Ich weiß, dass der blinde braune Fleck jahrzehntelang sehr groß war in unserem Land. Er scheint noch immer grausam um sich zu greifen, wie Sie mit Ihrer Reaktion beweisen.
Ich bitte Sie, Ihre Anweisungen noch einmal zu überdenken und Ihre Entscheidungen zurückzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Mona Schwitzer

Dramaturgin und Drehbuchautorin

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 von Mag. Anna Walch:

 

Sehr geehrte Frau Landesrätin Palfrader,

bei der Förderabsage für die zwei Projekte "Alpenländische Studien" und "Wahlen sind Betrug" kann es sich nur, muss es sich, um ein grundlegendes Missverständnis handeln.
Kunst kann nie, niemals "inhaltlich falsch" sein. "Falsch" oder "Wahr" sind als Größen unmöglich auf Kunst anzuwenden, das liegt in ihrem Wesen als Kunst.

Als Größen für Kunst bieten sich gefällig/affirmativ vs kritisch an. Wer kritische Kunst fördert, macht sich angreifbar. Wer kritische Kunst fördert gilt im Rückblick, aus der zeitlichen Distanz, jedoch wesentlich öfter als mutig/visionär. Beispiele für den Erfolg mutiger Stadtentwicklungskonzepte durch die Förderung einer freien und innovativen Kunstszene finden Sie etwa in Leeds oder Kopenhagen.

Themenwechsel, aber nicht wirklich: Eine mir sehr gut bekannte Tiroler Werbeagentur sucht verzweifelt nach geeigneten Mitarbeitern. Viele meiner Bekannten in Wien suchen einen Job in der Kreativwirtschaft, können sich jedoch nicht vorstellen, abseits einer lebendigen, offenen Kulturszene zu leben.

Die Wichtigkeit eines wahrhaft offenen Klimas für Kunst und Kultur – und dazu gehört die Nichteinmischung der Politik in inhaltliche Entscheidungen im Bereich der Kunst! – ist in einer Zeit, in der die Kreativwirtschaft einen der größten wirtschaftlichen Wachstumstreiber darstellt (nein, immer), so offensichtlich, dass es weh tut.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Anna Walch

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------




TKI  -  17.01.2012 16:08

Nach Oben