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TKI Honorarrichtlinien für freiberufliche Kulturarbeit

Die Honorarleitlinien der TKI beziehen sich auf konzeptuelle, administrative und managerielle Tätigkeiten der freien Kulturarbeit.

 

Die angegebenen Honorarsätze verstehen sich als Mindeststundensätze und wurden in Anlehnung an das Gehaltsschema für Vereine der GPA - Gewerkschaft der Privatangestellten (Anhang und Link siehe unten) für das Jahr 2011 errechnet. Da die Honorarrichtlinien jährlich indexiert werden, haben wir auf eine Rundung der Zahlen verzichtet.

 

Die Stundensätze beinhalten reine Arbeitskosten (Honorar, Sozialversicherung, Steuern und Abgaben, aber auch durchschnittliche Urlaubs- und Krankentage) und keine allfälligen anteiligen Fixkosten (Infrastruktur, Miete etc.). Stundensätze exkl. Mwst.

 

Die Qualifikation und Erfahrung der Kulturschaffenden wird berücksichtigt, indem einerseits zwischen unterschiedlich komplexen Arbeitsfeldern differenziert und andererseits innerhalb eines Tätigkeitsbereiches ein Von-Bis-Betrag vorgeschlagen wird. Diese Preisspanne innerhalb eines Bereiches bezieht sich auf die Berufsjahre 1 bis 10.

Download: TKI-Honorarrichtlinien 2013 für freiberufliche Kulturarbeit

Hintergrund

 

Die soziale Lage von Kulturschaffenden in Österreich ist – wie unsere alltägliche Erfahrung als Interessenvertretung aber auch aktuelle Studien zeigen – äußerst prekär. In Tirol ist diese fortschreitende Präkarisierung von Kulturarbeit zusätzlich durch den Umstand zugespitzt, dass das Land Tirol in den letzten Jahren bei der Subventionsabrechnung keine „Eigenhonorare“ von KünstlerInnen und selbstständig tätigen ProjektbetreiberInnen akzeptierte. Im Rahmen von von Einzelpersonen eingereichten Kunst- und Kulturprojekten können somit sämtliche Kosten abgerechnet werden, nur nicht die Arbeit der KünstlerIn oder der ProjektträgerIn selbst. Die TKI steht seither in Verhandlung mit dem Land Tirol, um eine entsprechende Abrechnungsmöglichkeit für diese Honorare durchzusetzen. Bis dato ist die Abrechnung von "Eigenhonoraren" lediglich im Rahmen von TKI open möglich.

 

Wesentlicher Punkt in dieser Debatte ist aber - neben der formalen Möglichkeit der Abrechnung - auch die Anerkennung professioneller Kulturarbeit als entsprechend zu bezahlender Leistung. Die strukturelle Absicherung von professioneller Kulturarbeit ist notwendig und muss sich unter anderem in angemessener Bezahlung von Personal und freiberuflich tätigen Kulturschaffenden niederschlagen. Allerdings fehlte dazu bisher eine wesentliche Argumentationsgrundlage: nirgends wurden entsprechende Honorarleitlinien für das Berufsfeld der freien Kulturarbeit veröffentlicht.

 

Diese Umstände bestärkten die TKI in der Entscheidung, Honorarrichtlinien für freie Kulturarbeit zu erarbeiten, um ihren Wert auch in Zahlen sichtbar zu machen und den Kulturschaffenden einen Bezugsrahmen für die Kalkulation ihrer Arbeit zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, damit den Kulturschaffenden eine hilfreiche Argumentationsgrundlage zur Verfügung zu stellen und darüber hinaus einen positiven Beitrag zur Debatte rund um die Bezahlung von Kulturarbeit in Tirol zu leisten.

 

 

Website GPA - Gewerkschaft der Privatangestellten

Download GPA - Gehaltstabelle für Vereine 2013

Download Beschäftigungsgruppen GPA

 




TKI  -  30.05.2012 12:58

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