
am 26. September 2026 von 10–22 Uhr auf Schloss Sigmundsried in Ried bei Landeck
Das OneMore Art Awareness Festival ist von und für Künstler*innen und alle Interessierten im Tiroler Oberland – unabhängig von Geschlecht, kultureller oder sozialer Herkunft, Zugehörigkeit oder Alter. Es versteht die Auseinandersetzung mit patriarchaler Gewalt als gemeinsame Aufgabe. Das Programm soll einen Bogen vom ersten Verstehen bis zum gemeinsamen Aktivwerden spannen.
Neben Vorträgen, Kunstausstellungen und Workshops gibt es auf Schloss Sigmundsried drinnen und draußen viel Platz für den Austausch untereinander.
Krönender Abschluss des Netzwerk- und Empowerment-Festivals bilden die Podiumsdiskussion und künstlerische Beiträge von und mit den Künstler*innen Ursula Beiler, Gina Disobey, Autorin und Malerin Gerda Sengstbratl, Künstlerin und Forscherin Laura Volgger und der Theatermacherin Sarah Milena Rendel.
Ausstellungen & Workshops – auch einzeln besuchbar!
Das OneMore Art Awareness Festival verbindet Kunst, Aktivismus und gesellschaftliche Verantwortung und widmet sich der Auseinandersetzung mit genderbasierter Gewalt – einem strukturellen Problem, das den Alltag prägt und dennoch tabuisiert und verharmlost wird. OneMore schafft Räume, in denen Betroffene gehört, gesellschaftliche Strukturen sichtbar und kreative Formen des Widerstands erprobt werden können.
Ein Awareness-Team begleitet das Festival durchgehend und sorgt dafür, dass Workshops, Gespräche und öffentliche Aktionen sicher gestaltet werden.
Mit der Standortwahl im Bezirk Landeck setzt das OneMore Art Awareness Festival ein Zeichen für Sichtbarkeit, Solidarität und den Mut, in ländlichen Regionen neue Räume der Aufklärung und Gegenwehr zu schaffen. Denn Veränderung beginnt dort, wo Menschen zusammenkommen, um gemeinsam eine gewaltfreie Zukunft zu gestalten.
An- und Abreise am Festivaltag: Wir empfehlen öffentliche Verkehrsmittel (Zug nach Landeck-Zams, vor dort mit dem Bus 210 oder 220 zur Haltestelle Ried im Oberinntal, Gemeindeamt, dort ums Eck befindet sich das Schloss).
Bei Interesse an Fahrgemeinschaften ab Innsbruck per Mail melden! Abends gibt es einen Shuttleservice zum Bahnhof in Landeck-Zams.
Tickets über Kupfticket: https://kupfticket.com/events/onemore-art-awareness-festival
Die Ausstellungen des Festivals können bis zum 03.10.2026 gratis besucht werden. Einzelne Workshops können ebenso gebucht werden. Bitte per Mail anmelden: office@soliarts.at
Gefördert von Land Tirol (TKI open 26) und Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport
Der Verein Soliarts entwickelt seit 2015 (seit 2017 als eingetragener Verein) experimentelle und politisch engagierte Theater‑, Performance‑ und Filmprojekte in Tirol, Wien und darüber hinaus. Im Zentrum stehen gesellschaftspolitische Themen, Empowerment‑Prozesse und kollaborative Arbeitsformen – häufig in Kooperation mit Jugendlichen, Menschen mit Flucht‑ und Migrationsgeschichte und lokalen Initiativen. Produktionen wie der Dokumentarfilm WOHNEN (IFFI) oder die Projekte von AnaTIROLia zeigen die konsequent soziale und zugleich künstlerisch anspruchsvolle Ausrichtung des Vereins.
Esin Eraydin ist Regisseurin, Schauspielerin und Dramaturgin. Nach ihrer Ausbildung in Schauspiel, Regie und Dramaturgie am Müjdat Gezen Konservatorium und an der Mimar Sinan Fine Arts University leitete sie ein Off‑Theater in Istanbul. Aufgrund regierungskritischer Theaterarbeit wurde sie dort inhaftiert und verließ die Türkei. Heute lebt sie in Köln und arbeitet regelmäßig an Produktionen in Innsbruck. Sie ist Ensemblemitglied und im Vorstand des theater tiefrot und realisiert vielfältige Theater‑ und Literaturprojekte. 2026 setzt sie ein eigenes Theaterprojekt zur Istanbul‑Konvention um – ein Schwerpunkt, der ihre langjährige Beschäftigung mit Gewaltprävention und feministischen Themen vertieft.
Sarah Milena Rendel ist Theater‑ und Filmemacherin sowie die künstlerische Leitung von Soliarts. Als Erziehungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt kritische Geschlechterforschung und ausgebildete Theaterpädagogin arbeitet sie an der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und politischer Bildung. Sie entwickelt Theaterstücke, Performances und Filme zu gesellschaftlichen Fragen, war u. a. Teil des Tiroler Dramatiker:innenfestivals und schrieb für die zum Kölner Theaterpreis 2023 nominierte Produktion BRENNEN. Zusätzlich absolviert sie eine Ausbildung zur traumasensiblen Begleiterin und leitete gemeinsam mit Verena Wagner die Online‑Kampagne ONEMORE gegen Gewalt.
Verena Wagner ist Journalistin und Autorin. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in München und schreibt u. a. für den 20er und das 6020 Magazin. Neben Sachbüchern für Kinder veröffentlicht sie literarische Texte und erhielt 2025 den ersten Platz der Bogengazette. Wagner engagiert sich in der IGFEM (Interessengemeinschaft feministische Autorinnen) und übernimmt im Projekt OneMore die inhaltlich-strategische Öffentlichkeitsarbeit sowie die Koordination der zahlreichen Kooperationspartner*innen.

TKI – Tiroler Kulturinitiativen
Dreiheiligenstraße 21 a
c/o Die Bäckerei
6020 Innsbruck
Öffnungszeiten:
MO-DO: 9-12 Uhr, MI: 14-16 Uhr
und nach Vereinbarung

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