Ausgewählte Projekte
MullMulla Performance/Workshop
(Abgeschlossen)  

MullMulla Performance/Workshop

Bild: Christa Pertl

MULLMULLA Performance/Workshop

Verein MullMulla | Innsbruck
Feber - November 2023

Vergangenes

Großes MullMullaHaufmSchaugn: Sehnsuchtsort Mullinsel

Fr 20.10.2023, ab Sonnenuntergang, RFDInsel, Landestheatervorplatz

Die MullMulla sind eine offene Performance-Gruppe, die mit Masken, Tanz und Musik das Bewusstsein für einen lebenswerten Planeten fur Alle fordern. Angelehnt an traditionelles Brauchtum suchen wir dessen ursprünglich transformative Kraft zu reaktivieren. Es ist eine weltweit verbreitete kulturelle Praxis, Bedrohungen und Angste zu bannen, indem man sie als Maskengestalten inkorporiert und performativ darstellt. Seltsame Figuren kriechen aus dem Mull einer Zivilisation, die uns zu vereinzelten Konsumenten reduzieren sucht. Doch gemeinsam frohlich tanzend beseelen wir den scheinbar nutzlosen Abfall dieser rucksichtslosen Lebensweise.

Beim grossen MullMullaHaufmSchaugn begleiten wir die MullMulla zurück zur allwissenden Mullhalde, der sie entstiegen sind. Die Mullinsel wird zum touristischen Sehnsuchtsort, wo aus den weggeworfenen Resten geteilte Lebensfreude als Quelle zur positiven Veränderung entspringt. Musikalisch begleitet werden die MullMulla diesmal vom Karrierefreien MullOrchester. Die Intention macht das Geräusch zur Musik. Alle Zuseherinnen sind eingeladen die trashige Klangskulptur durch ihr Mitwirken zu verschönern und den Dämonen aus Müll den Sound zu liefern, der sie zum Tanzen bringt. Die Überreste der Performance können am Sa. 21.10. als Ausstellung im Artspace RFDlNSEL besucht werden.

Das Projekt


Kurzbeschreibung

Die MullMulla sind eine Performance-Gruppe, die mit Masken, Kostümen und Tanz das Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise fördern. Die Kostüme und Masken bestehen aus Materialien, die allgemein als Müll gelten, definiert als nutzlose Nebenprodukte der Konsumgesellschaft. In Anlehnung an den Volksbrauch der Region in Tirol / Österreich, den „Mullern“, die jedes Jahr im Spätwinter in den umliegenden Dörfern von Innsbruck auftreten, um Fruchtbarkeit und Wachstum zu „sichern“, adaptiert die Gruppe traditionelle Masken, Trachten und Bewegungen, um die Menschen zu erreichen. Das Projekt möchte die Welt mit einer bunten, musikalischen Parade von "Müll-Dämonen" bereichern, die für einen respektvollen Umgang mit globalen Ressourcen tanzen. Im Jahr 2023 wollen wir mind. 2-3 Aufführungen/Workshops im öffentlichen Raum durchführen. Vor der Aufführung bieten wir einen Workshop für Erwachsene und Kinder an, in dem sie ihre eigenen Kostüme und Masken aus Abfallmaterialien herstellen und mittanzen.

Einreicher*innen


MullMulla

2019 entwickelten Daniel Jarosch (Ethnologe/Plastik-MullMulla) und Stephan Pirker (Künstler/Elektro-MullMulla), die beide die Muller-Tradition seit ihrer Kindheit kennen und schätzen, eine
Performance namens MULLMULLA. Oberflächlich betrachtet ist der Übergang von MULLER zu MULLMULLA ein simpler Kalauer oder fast kindisches Wortspiel. Während die etymologische Herkunft des Wortes „MULLER“ (die traditionellen Maskentänzer) nicht geklärt ist, bedeutet das tiroler Dialektwort „MULL“ „Müll“, „Abfall“, „Abfall“, „Schrott“. Die MULL - MULLER sind also die Trash-Versionen der traditionellen MULLER. Stephan Pirker und Daniel Jarosch haben eine Gruppe befreundeter Künstler*innen um sich geschart und begannen im Rahmen eines Straßenkunstfestivals in der Stadt Hall Masken und Kostüme aus MULL (Müll) zu bauen und eine Tanzperformance zu entwickeln.

Abgesehen vom einfachen Wortspiel sind die MullMulla ein engagiertes künstlerisches Projekt, das die Kraft performativer Inkorporation auslotet. Indem volkstümliche Elemente verwendet und adaptiert werden, wird etwas Neues geschaffen. Die Absicht des magischen (oder symbolischen) Eingriffs in die Naturgewalten mittels Maskentanz wird verlagert: Von dem Ziel, die Rückkehr des Frühlings zu sichern, hin zu dem Ziel, eine zerstörerische Lebensweise zu überwinden und ein nachhaltiges Leben auf der Grundlage von Kreislaufprozessen zu fördern.


Kontakt
Projektbetreiber*innen
Stephan Pirker
Der Müllhaufen, ein wertvolles Relikt – DAS GROSSE MULLMULLAHAUFNSCHAUGN
von Florian Gucher
Beitrag im Komplex Kulturmagazin
Ausschreibung
TKI open 23_kippen
Zur Ausschreibung
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