One More

OneMore ist ein neues Festival in Landeck, das Kunst, Aktivismus und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Drei Tage lang widmet sich das Projekt der Auseinandersetzung mit genderbasierter Gewalt – einem strukturellen Problem, das unseren Alltag prägt und dennoch viel zu oft übersehen oder verharmlost wird. OneMore schafft Räume, in denen Betroffene gehört, gesellschaftliche Strukturen sichtbar und kreative Formen des Widerstands erprobt werden können.Zentral ist der traumasensible Zugang: Ein Awareness‑Team begleitet das Festival durchgehend und sorgt dafür, dass Workshops, Gespräche und öffentliche Aktionen sicher gestaltet werden.

OneMore richtet sich an alle – unabhängig von Geschlecht, Alter oder sozialer Zugehörigkeit – und versteht die Auseinandersetzung mit patriarchaler Gewalt als gemeinsame Aufgabe.Das Programm spannt einen Bogen vom ersten Verstehen bis zum gemeinsamen Aktivwerden. Vorträge, Gespräche und Ausstellungen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt. In Kreativ‑Workshops, Straßenaktionen, Catcall‑Walks und gemeinsamen Interventionen im Stadtraum entwickeln Künstlerinnen, Aktivistinnen und Besucher*innen neue Ausdrucksformen von Zivilcourage. Filmvorführungen, Performances und installative Arbeiten machen sichtbar, welche Geschichten oft verborgen bleiben.

Besonderes Gewicht legt OneMore auf Nachhaltigkeit: Die im Festival entstandenen künstlerischen Aktionsformen werden dokumentiert, online zugänglich gemacht und als Toolkit für Schulen, Jugendzentren und Gemeinden aufbereitet. So wirkt das Festival über seine drei Tage hinaus – als Impuls für langfristige kulturelle Verantwortung und als Einladung, im eigenen Umfeld aktiv zu werden.

Mit OneMore setzt Landeck ein starkes Zeichen: für Sichtbarkeit, Solidarität und den Mut, in ländlichen Regionen neue Räume der Aufklärung und Gegenwehr zu schaffen. Das Festival zeigt, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen zusammenkommen, um gemeinsam eine gewaltfreie Zukunft zu gestalten.

Projektbetreiber*innen

Soliarts – Kunst- und Kulturverein

Der Verein Soliarts entwickelt seit 2015 (seit 2017 als eingetragener Verein) experimentelle und politisch engagierte Theater‑, Performance‑ und Filmprojekte in Tirol, Wien und darüber hinaus. Im Zentrum stehen gesellschaftspolitische Themen, Empowerment‑Prozesse und kollaborative Arbeitsformen – häufig in Kooperation mit Jugendlichen, Menschen mit Flucht‑ und Migrationsgeschichte und lokalen Initiativen. Produktionen wie der Dokumentarfilm WOHNEN (IFFI) oder die Projekte von AnaTIROLia zeigen die konsequent soziale und zugleich künstlerisch anspruchsvolle Ausrichtung des Vereins.


Projektleitung

Esin Eraydin – Künstlerische Leitung

Esin Eraydin ist Regisseurin, Schauspielerin und Dramaturgin. Nach ihrer Ausbildung in Schauspiel, Regie und Dramaturgie am Müjdat Gezen Konservatorium und an der Mimar Sinan Fine Arts University leitete sie ein Off‑Theater in Istanbul. Aufgrund regierungskritischer Theaterarbeit wurde sie dort inhaftiert und verließ die Türkei. Heute lebt sie in Köln und arbeitet regelmäßig an Produktionen in Innsbruck. Sie ist Ensemblemitglied und im Vorstand des theater tiefrot und realisiert vielfältige Theater‑ und Literaturprojekte. 2026 setzt sie ein eigenes Theaterprojekt zur Istanbul‑Konvention um – ein Schwerpunkt, der ihre langjährige Beschäftigung mit Gewaltprävention und feministischen Themen vertieft.


Sarah Milena Rendel – Inhaltliche & psychosoziale Projektleitung

Sarah Milena Rendel ist Theater‑ und Filmemacherin sowie die künstlerische Leitung von Soliarts. Als Erziehungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt kritische Geschlechterforschung und ausgebildete Theaterpädagogin arbeitet sie an der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und politischer Bildung. Sie entwickelt Theaterstücke, Performances und Filme zu gesellschaftlichen Fragen, war u. a. Teil des Tiroler Dramatiker:innenfestivals und schrieb für die zum Kölner Theaterpreis 2023 nominierte Produktion BRENNEN. Zusätzlich absolviert sie eine Ausbildung zur traumasensiblen Begleiterin und leitete gemeinsam mit Verena Wagner die Online‑Kampagne ONEMORE gegen Gewalt.


Verena Wagner – Öffentlichkeitsarbeit & Kooperationen

Verena Wagner ist Journalistin und Autorin. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in München und schreibt u. a. für den 20er und das 6020 Magazin. Neben Sachbüchern für Kinder veröffentlicht sie literarische Texte und erhielt 2025 den ersten Platz der Bogengazette. Wagner engagiert sich in der IGFEM (Interessengemeinschaft feministische Autorinnen) und übernimmt im Projekt OneMore die inhaltlich-strategische Öffentlichkeitsarbeit sowie die Koordination der zahlreichen Kooperationspartner*innen.


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